FÜHRUNGSSIMULATION
Villacher Pioniere trainieren an der Theresianischen Militärakademie!
09 02 2017
Bereits im Jänner 2017 fand zu dieser Übung ein vorgestaffeltes Planspiel für den Bataillonsstab statt. Absicht und dem Ziel ist und war es, durch einsatznahe Schulung die Fähigkeit zur Führung im Kampf der verbundenen Waffen, sowie die Führungsfähigkeit des Bataillons im Allgemeinen zu erhöhen. Dabei lag das ausbildungsmäßige Schwergewicht auf der taktischen und gefechtstechnischen Ebene.
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Der Kommandant des Pionierbataillons 1, Oberst Volkmar Ertl, hatte mit seinen Stabsoffizieren und Unteroffizieren, komplexe Vorgaben und Aufträge im Rahmen eines robusten Einsatzes zu bewältigen. Der Auftrag an das Pionierbataillon lautete, in der Einsatzart „Angriff" die Beweglichkeit einer fiktiven Infanteriebrigade mit dem Schwergewicht eines Gewässerübergangs an der Drau, sicherzustellen. Dabei musste ein feindlicher Brückenkopf genommen und der Gewässerübergang für die nachfolgende Infanterie sichergestellt werden.
Pioniere haben die Aufgabe, die Bewegungsmöglichkeiten der eigenen Truppe zu erhöhen und jene des Gegners möglichst zu behindern. Um dies zu erreichen, unterstützen die Pioniere die Kampftruppen durch das Errichten von Sperren, den Bau von Brücken, Schutzdeckungen und Stellungen, durch das Verlegen oder Räumen von Minen, das Sprengen von Straßen und Übergängen. Das Pionierbataillon 1 ist in der Garnison Villach beheimatet. Der Verband des Bundesheeres blickt auf eine lange, traditionsreiche Entstehungsgeschichte zurück. Heute zählt das Bataillon zu den erfahrensten und erfolgreichsten Truppenkörpern des Bundesheeres.
Hilfe bei Katastrophen
Die Ausstattung erlaubt den Pionieren eine effiziente Hilfeleistung bei Katastrophenfällen. Bei schwersten Unfällen und bei verheerenden Naturereignissen, kommen die Pioniersoldaten der Bevölkerung zu Hilfe. Überall dort, wo zivile Hilfsmaßnahmen nicht mehr ausreichen, greift das Bundesheer mit seinen Spezialisten unterstützend ein. Wie zum Beispiel dem Jahrhunderthochwasser 2002 in Niederösterreich, wo die „Villacher Pioniere" hervorragende und professionelle Hilfe für die Bevölkerung leisteten.
Seit dem 13. November 1998 besitzt die Theresianische Militärakademie ein vielfältig verwendbares, modernes und computerunterstütztes Simulationssystem zur Unterstützung und zeitgemäßen Durchführung der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Stäben und Kommandanten des Bundesheeres.
Seit einigen Jahren üben damit auch die Führungskräfte und Spezialisten von verschiedensten Einsatzorganisationen gemeinsam mit dem Bundesheer um professionell „Schutz und Hilfe" zu leisten.