SPRACHAUSBILDUNG


Fähnriche als fremdsprachige Stadtführer


21 07 2017

Interkulturelle Kompetenz ist eine der Kernfähigkeiten für zukünftige Offiziere. Die Fähnriche des Jahrgangs „Abensperg und Traun" konnten dies bei einer Blockveranstaltung in der zweiten Fremdsprache von 17. bis 21. Juli unter Beweis stellen.

 „Wir führen auch Arabisch", erklärt Oberst Mag. Gernot Pauschenwein, Referatsleiter der Sprachausbildung an der Theresianischen Militärakademie, „neben traditionelleren Sprachen wie Russisch, Spanisch, Italienisch oder Französisch. Es geht vor allem darum, dass die Fähnriche die fremde Militärkultur des Ziellandes im Rahmen der Landes- und Kulturkunde kennenlernen."

Die Fähnriche müssen auch fähig sein, ausländische Delegationen zu begleiten: Während die Italienischlernenden beispielsweise zusätzlich als Burgführer ausgebildet wurden, mussten sich die Franzosen als Stadtführer beweisen. Bei einer historischen Stadtführung wurden das Stadtmuseum, der Reckturm, der Dom, das Neukloster und andere Sehenswürdigkeiten unter die Lupe genommen. Die Abschlussprüfung war dann eine kommentierte virtuelle Stadtführung in der Fremdsprache.

Am Donnerstag fand eine Exkursion nach Wien statt, bei der die verschiedenen Möglichkeiten, die fremdsprachlichen Kenntnisse am Sprachinstitut des Bundesheeres in der Stiftgasse berufsbegleitend weiter zu vertiefen, vorgestellt wurden.

Eine Besichtigung der russischen Gedenkstätte und der französischen Botschaft krönte noch diesen Tag. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass seit Jahren eine fruchtbringende Partnerschaft zwischen der Theresianischen Militärakademie und der französischen Militärakademie in Saint-Cyr Coëtquidan besteht.

„Also für mich war die Sprachwoche sehr abwechslungsreich, vor allem der Botschaftsbesuch war echt spannend, und die Waffensammlung im Reckturm", resümiert begeistert Fhr Wippel.

 

[Inhalt: Hptm Prof. Mag. Serge CLAUS Pressereferent MilRG/TherMilAk; Bild(er): © Serge CLAUS]